Natürliche Bewegung in bewegender Natur.

Nordic Walking

Wissenswertes zu Nordic Walking:
Nordic Walking ist ein Ganzkörpertraining, bei dem ca. 85% der gesamten Muskulatur angesprochen werden. Es zählt ähnlich wie Jogging oder Walking zu den Ausdauersportarten, vermeidet jedoch die Belastung des Knochenapparates, der man bei diesen beiden Sportarten normalerweise ausgesetzt ist. Daher ist Nordic Walking besonders für Übergewichtige und für Menschen mit Gelenk- und Rückenproblemen geeignet und wird von Physiotherapeuten und Orthopäden ausdrücklich als Bewegungstherapie empfohlen.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen findet dieser Allwetter- und Ganzjahressport, der in Finnland seinen Ursprung hat, immer mehr Anhänger auch in Deutschland.

Die Geschichte des Nordic Walking:
Die Anfänge des Nordic Walking liegen in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als Skilangläufer den sogenannten „Skigang“ in ihr Sommertraining eingebaut haben. Erstmals wird das „Pole Walking“ (etwa: „Gehen an Stöcken“) 1992 in der amerikanischen Fachliteratur erwähnt. In Finnland wird Nordic Walking als offizielle Sommertrainingsmethode für Langlauf- und Biathlon-Spitzensportler vorgestellt. 1997 entwickelten finnische Sportwissenschaftler, Mediziner und Sportgerätehersteller einen speziellen Nordic Walking Stock, der durch seine besseren Materialeigenschaften Gelenke und Muskeln schont.  Seither wird Nordic Walking nicht nur von alpinen Leistungssportlern und Skiläufern als hervorragendes Ganzjahrestraining empfohlen. Zunächst entwickelte es sich in Finnland sehr rasch zum Volks-Gesundheitssport. Über Skandinavien, die USA und Japan erreichte Nordic Walking West- und Mitteleuropa. Derzeit findet es zunehmende Verbreitung im gesamten deutschen Raum statt.

Nordic Walking im Detail:
Regelmäßiges Nordic Walking ist von immensem Nutzen für die Gesundheit.
Es schafft neue Lebensenergien und fördert das Wohlbefinden.
Das Herz pumpt mehr Sauerstoff durch den Körper und die Blutgefäße werden vor Verkalkung besser geschützt.
Die Muskeln werden gekräftigt, die Knochen gestärkt, die Immunabwehr verbessert, und nicht zuletzt kommt auch die Psyche auf Hochtouren.

Lesen Sie hier mehr über die gesundheitsfördernden Auswirkungen von Nordic Walking:

Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen
Die Muskeln werden kräftiger, ausdauernder und erholungsfähiger. Zu Schwäche und Verkürzung neigende Muskelgruppen werden trainiert und dadurch belastbarer. Hierzu gehören besonders die Rücken-, Schulter-, Nacken-, Hals-, Brust- und Hüftmuskulatur. Bänder und Sehnen werden infolge der besseren Durchblutung und Nährstoffversorgung elastischer und dadurch höher belastbar. Die Gelenke werden durch verstärkte Ernährung im Gelenkknorpel (bessere „Gelenkschmierung“) besser geschützt. Knochenmasse und Knochendichte werden verstärkt. Die Knochen werden fester und sind besser mit Mineralstoffen versorgt.

Herz-Kreislauf-System
Durch Vermehrung der roten Blutkörperchen kommt es zu einer besseren Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus.
Die Thrombosenneigung verringert sich.
Die Herzleistung wird erhöht und die Herzdurchblutung verstärkt.
Ruhepuls und Herzfrequenz sinken durch ökonomischere Herz-Kreislauf-Arbeit (Schoneffekt).
Der Blutdruck wird reguliert: Zu niedriger Blutdruck steigt und zu hoher sinkt.
Die Elastizität der Blutgefäße wird verbessert.
Die Verbesserung des venösen Blutstroms wirkt vorbeugend gegenüber Krampfadern und Stauungsproblemen.
Die gesteigerte Durchblutung des Gehirns führt zur vermehrten Bildung neuer Dendriten (Seitenausläufer der Nervenzellen) und dadurch zu besserer Merkfähigkeit und Erinnerung.

Atmung und Lunge
Die Leistungsfähigkeit (Vitalkapazität) der Lunge wird durch regelmäßiges Nordic Walking gesteigert.
Die Größe der Atemhilfsmuskulatur nimmt zu.
Die Atmung wird ökonomischer, d.h., die Atemfrequenz steigt bei Belastung nicht mehr so stark an.
Die Lungen werden – wie das Gehirn und der gesamte Körper – besser mit Sauerstoff versorgt.
Durch tiefere Atmung steigt die maximale Sauerstoffaufnahme-Kapazität der Lunge an.

Stoffwechsel und Immunsystem
Durch vermehrte Lymphozytenzahl (weiße Blutkörperchen) im Blut wird die Infektabwehr gestärkt.
Durch die Stärkung des Immunsystems kommt es zu eineren geringeren Anfälligkeit für die Entstehung von Tumoren.
Erhöhte Blutfettwerte – insbesondere des schlechten LDL-Cholesterins – sinken ab.
Die Werte für das gute HDL-Cholesterin steigen an.
Der Harnsäurespiegel wird gesenkt.
Die verbesserte Insulinempfindlichkeit wirkt vorbeugend gegen den Altersdiabetes („Zuckerkrankheit“).
Durch die allgemeine Stoffwechselsteigerung kommt es zu einem verbesserten Abtransport von Schlacken und Giftstoffen aus dem Körper.
Regelmäßiges Nordic Walking unterstützt den Abbau überschüssigen Körperfetts.
Die Darmtätigkeit wird gefördert.

Nerven und Hormonsystem
Regelmäßiges Nordic Walking verbessert Koordinations- und Reaktionsfähigkeit, Gleichgewicht und räumliche Orientierung.
Regelmäßiges Nordic Walking führt zu einem besseren Schlaf.
Das vegetative Nervensystem wird reguliert. Dies führt zu verminderter Nervosität und steigert die Konzentrationsfähigkeit.
Das ökonomischere Hormonsystem bewirkt eine allgemein erhöhte Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus.
Nicht zuletzt verspricht regelmäßiges Nordic Walking eine Erhöhung von Libido und Potenz.

Psyche
Regelmäßiges Nordic Walking steigert das Körperbewusstsein und das Selbstwertgefühl.
Das psychische Wohlbefinden (Freude, Zufriedenheit etc.) wird gesteigert.
Auch das allgemeine Aktivitätsniveau wird gesteigert, was insbesondere der Gefahr der Vereinsamung entgegen wirken kann.
Die Unempfindlichkeit gegenüber Stress wird erhöht und die Problemlösefähigkeit gesteigert.
Schließlich verhilft regelmäßiges Nordic Walking zu einem verstärkten Gesundheitsbewusstsein.